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MARKUS „SUMI“ SOMMER

       25. April 1958 – 22. März 2013

Aufgewachsen ist Sumi, als Sohn eines Käsers, im Emmental, besuchte dann das Lehrerseminar und reiste in jungen Jahren immer wieder für längere Zeit durch Nord- und Mittelamerika. Seine Suche nach einem Leben im Einklang mit der Natur, führte ihn zu den indigenen Völkern. Er lebte mit ihnen, half beim gemeinsamen Häuserbau mit, erlernte das Lederkunsthandwerk und unterstützte sie bei der Gründung ihrer eigenen Schule. Sumi lernte eine ganze Menge von und mit den Indianern, was ihm auf seinem ganzen weiteren Lebensweg noch dienlich sein sollte.

Zurück in der Schweiz, wurde er im Jahre 1984 Vater der erstgeborenen Tochter Rahel. Daraufhin liess er sich im Schwarzenburgerland nieder, blühte in seiner neuen Vaterrolle auf und verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit höchst beeindruckendem Lederkunsthandwerk.

Im Jahre 1989 erblickte die zweite Tochter Saskia, 1991 die dritte, Mohena, das Licht der Welt.

Die Schulpflicht für Rahel nahte, und da sich Sumi zeitlebens eine freie Sicht- und Denkweise erlaubte, und sich mit dem hiesigen Schulsystem schwer tat, gründete er kurzerhand seine eigene Schule. Als ausgebildeter Lehrer unterrichtete er, gemeinsam mit anderen Eltern, in den Jahre 1991-2004, bis zu 10 Kinder der Region. Für die Schüler/innen war es eine sehr ganzheitliche, lehrreiche und inspirierende Schulzeit und sie alle schafften den Übergang ins „normale“ Arbeitsleben mühelos.

Die Idee, ein Keltenhaus zu bauen, hat seinen Ursprung in einem Schulprojekt. So beabsichtigte Sumi mit dessen Bau eine Kombination der Schulfächer:

  • Geschichte: unsere Vorfahren die Kelten, und ihre Bau- und Lebensweise.
  • Mathematik: das Berechnen der Holzkonstruktion.
  • Botanik und Naturkunde: einheimische Hölzer (Holzkonstruktion), Ruten aus Hecken und Büschen (Wände), ihre Wachstumszyklen, Erntezeiten usw.
  • Werken: der eigentliche Hausbau, Flechten der Wände, Lehmen.

und nicht zuletzt Turnen, wozu die Holzkonstruktion förmlich einlud.

Das „Keltenhaus-Projekt“ wurde ein voller Erfolg und unzählige Kinder, Eltern, Nachbarn, Freunde und Interessierte beteiligten sich mit grosser Begeisterung am Bau des Hauses. Das öffentliche Interesse liess nicht lange auf sich warten, Sumi wurde als Pionier auf dem Gebiet der Naturbauten erkannt und wurde mehr und mehr bei entsprechenden Bauwerken zu Rate gezogen. In den folgenden Jahren entstanden unter seiner Hand und Leitung:

  • die Pfahlbauersiedlungen
    • Gletterens
    • Ballypark; Schönenwerdt
    • Wauwil
  • das Keltenhaus der GAD-Stiftung in Biel.
  • die Gallus-Eremitage auf dem Klosterplatz in St. Gallen, zum 1400 jährigen Jubiläum der Stadt St. Gallen.
  • die Erneuerung und der Erhalt mehrerer Schilfdächer im In- und Ausland.
  • und viele kleinere Naturbauten wie Gartenpavillons, Holzunterstände und ähnliches.

Beim Keltenhaus am Felistutz pflanzte Sumi währenddessen weiterhin hunderte von heimischen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen, baute Steinmauern und einen Badeteich und erschuf damit, in gut 20 Jahren, eine Oase der Vielfalt, der Schönheit und des Wohlbefindens.
 

Am 22. März 2013 verstarb Sumi, völlig unerwartet, an einem plötzlichen Herzversagen.

Im Internet unter: Markus „Sumi“ Sommer, finden sich zwei Filmbeiträge:


Fotos von Sumi's Naturbauten

_Sumi FOTO
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